Die Kompressionsprüfung erlaubt Rückschlüsse über den Zustand des Motors. Und zwar läßt sich bei der Prüfung feststellen, ob die Ventile oder die Kolben (Kolbenringe) in Ordnung beziehungsweise verschlissen sind. Außerdem zeigen die Prüfwerte an, ob der Motor austauschreif ist beziehungsweise komplett überholt werden muß. Für die Prüfung wird ein Kompressionsdruckprüfer benötigt, der für Benzinmotoren recht preiswert in Fachgeschäften angeboten wird.
Der Druckunterschied zwischen den einzelnen Zylindern darf maximal 3,0 bar betragen. Falls ein oder mehrere Zylinder gegenüber den anderen einen Druckunterschied von mehr als 3,0 bar haben, ist dies ein Hinweis auf defekte Ventile, verschlissene Kolbenringe beziehungsweise Zylinderlaufbahnen. Ist die Verschleißgrenze erreicht, muß der Motor überholt beziehungsweise ausgetauscht werden.
Kompressionsdruck bei neuem Motor: 9-12 bar. Verschleißgrenze: ca. 7,0 bar.
Achtung: Stromzufuhr (Sicherung) zur Kraftstoffpumpe unterbrechen, damit die Pumpe nicht anläuft. Lage der Sicherungen, siehe Betriebsanleitung beziehungsweise Seite 166.
Ventilsitz einschleifen
Ventilspiel prüfen/einstellenZündzeitpunkt prüfen
0,9-l-OHV-Motor
Der Zündzeitpunkt kann nur geprüft, nicht eingestellt werden. Bei Störungen
ist die Fachwerkstatt aufzusuchen.
Prüfen
Motor warmfahren, Kühlmitteltemperatur ca. +90 C. Motor abstellen.
Rechten Innenkotflügel abschrauben und herausnehmen.
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